Würzburg als Investitionsstandort
Würzburg (ca. 130.000 Einwohner) ist die größte Stadt Unterfrankens und verbindet mehrere starke Nachfragegruppen: über 28.000 Studierende der Julius-Maximilians-Universität, gut bezahlte Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich (Klinikum, Caritas, Diakonie) sowie Weinbau und Tourismus als wirtschaftliche Säulen. Der Immobilienmarkt ist stabil mit moderatem Wachstumspotenzial.
Stadtprofil: Würzburg
Hauptarbeitgeber: Würzburg-Umland: Sektkellerei, Wein, Mittelstand
Landkreis um die Universitätsstadt Würzburg, geprägt von Weinbau und Pharmaindustrie

Marktdaten Würzburg 2024
| Lage | Kaufpreis €/m² | Miete €/m² | Bruttorendite |
|---|---|---|---|
| Altstadt / Dom-Viertel | 4.000–6.000 | 13–16 | 3,2–4,8 % |
| Sanderau / Frauenland | 3.500–5.000 | 12–15 | 3,6–5,1 % |
| Grombühl / Zellerau | 2.800–4.000 | 11–14 | 4,2–6,0 % |
| Heidingsfeld / Heuchelhof | 2.200–3.200 | 9,50–12 | 4,5–6,5 % |
Uni-Effekt: Studentenwohnungen in Würzburg
Die Universität Würzburg ist eine der ältesten Deutschlands. 28.000 Studierende sorgen für dauerhafte Nachfrage nach kleinen Wohnungen. WGs in Grombühl und Zellerau (Uni-Nähe) sind dauerhaft belegt. Leerstand ist in diesen Lagen kein Thema.
Kliniken als Arbeitgeber-Anker
Das Universitätsklinikum Würzburg beschäftigt über 7.000 Personen. Pflegekräfte, Ärzte, Verwaltungsangestellte — ein diversifizierter Mieterpool mit stabilem Einkommen. In Krankenhausnähe (Grombühl) sind Wohnungen entsprechend gefragt.
Rendite-Rechnung: 2-Zimmer in Grombühl
- 52 m² Wohnung, Baujahr 1980er
- Kaufpreis inkl. Nebenkosten: 190.000 €
- Nettokaltmiete: 11,50 €/m² × 52 = 598 €/Monat = 7.176 €/Jahr
- Bruttorendite: 7.176 / 190.000 = 3,78 %
Würzburg vs. andere bayerische Städte
| Stadt | Kaufpreis Ø €/m² | Bruttorendite ca. |
|---|---|---|
| München | 8.000–12.000 | 2,0–3,0 % |
| Nürnberg | 3.500–5.500 | 3,0–4,5 % |
| Augsburg | 3.500–5.500 | 3,0–4,5 % |
| Würzburg | 2.800–5.500 | 3,5–5,5 % |
| Erlangen | 3.500–5.000 | 3,2–4,8 % |
| Ingolstadt | 3.500–5.200 | 3,0–4,5 % |
Praxistipps für Würzburg-Investoren
- Grombühl und Zellerau: beste Rendite-Lagen durch Uni- und Kliniknähe
- Sanderau: ruhige Bürger-Lage, solide Mieter, geringeres Leerstandsrisiko
- Altstadt: Wertsteigerungs-Markt, niedrige laufende Rendite
- Weinlage-Immobilien am Stadtrand: kaum Renditeobjekte, eher Eigennutzung
Berechnen Sie Ihre Würzburg-Zahlen: Mietrendite-Rechner | Vergleiche: Nürnberg | Erlangen
Investitionsbeispiel: 65-m²-Wohnung in Wuerzburg
Konkret gerechnet: Was kostet eine 65-m²-Wohnung — und was bringt sie?
| Position | Betrag | Anmerkung |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 182,000 € | 2,800 €/m² × 65 m² |
| Kaufnebenkosten (7.5 %) | 13,650 € | Grunderwerbsteuer + Notar + Makler |
| Gesamtinvestition | 195,650 € | Mindest-Eigenkapital: 39,130 € |
| Jahres-Kaltmiete | 7,488 € | 9.60 €/m² × 65 m² × 12 |
| Brutto-Mietrendite | 4.11 % | Vor Finanzierung und Kosten |
| Netto-Rendite (ca.) | 3.08 % | Nach Bewirtschaftungskosten (~25 %) |
Lohnt sich Würzburg gegenüber München?
Rendite-technisch ja — Würzburg bietet 3,5–5,5 % brutto vs. 2–3 % in München. München hat höheres Wertsteigerungspotenzial. Für Cashflow-Investoren ist Würzburg klar besser, für langfristige Vermögensbildung ist München bei ausreichend Eigenkapital konkurrenzfähig.
Wie ist die Mietpreisentwicklung in Würzburg?
Solide steigend. Würzburg liegt im bayerischen Mietboom-Kielwasser, wächst aber moderater als München oder Nürnberg. Für Langzeitinvestoren eine verlässliche Perspektive.
Rendite für diese Stadt berechnen → | Kaufnebenkosten | Steuer-Guide