Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl für Immobilieninvestoren. Sie zeigt, wie viel Prozent des eingesetzten Kapitals jährlich als Mieteinnahme zurückfließt — und entscheidet, ob eine Immobilie als Kapitalanlage sinnvoll ist.
Richtwerte nach Stadttyp: In A-Städten (München, Frankfurt, Hamburg) sind Bruttomietrenditen von 2–3,5 % üblich — Investoren setzen hier auf Wertsteigerung. In B-Städten (Leipzig, Dresden, Hannover) sind 4–5 % realistisch. C-Städte und Ruhrgebiet bieten oft 5–8 %, aber mit höherem Leerstandsrisiko.
Häufige Fehler: Viele Einsteiger rechnen nur mit der Bruttomietrendite und vergessen Verwaltungskosten (ca. 5–8 % der Kaltmiete), Instandhaltungsrücklage (1–1,50 €/m²/Monat) und Kaufnebenkosten (7–12 %). Die realistische Nettomietrendite liegt oft 1–2 Prozentpunkte unter der Bruttorendite. Unser Rechner berechnet beide Varianten automatisch — mit und ohne Nebenkosten.
Häufige Fragen zum Mietrendite Rechner
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?
Die Bruttomietrendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis — ohne jegliche Kosten. Die Nettomietrendite zieht Verwaltung, Instandhaltung und weitere Bewirtschaftungskosten ab. Für die realistische Bewertung ist die Nettomietrendite entscheidender.
Wie hoch sollte die Mietrendite sein?
Faustregel: unter 3 % = kritisch, 3–4 % = A-Lagen / Lage-Investment, 4–5 % = solide Kapitalanlage, über 5 % = Top-Rendite mit positivem Cashflow. In München und Frankfurt sind 2–3 % üblich, in B/C-Städten oft 5–7 %.
Welche Kosten zieht der Rechner bei der Nettomietrendite ab?
Verwaltungskosten (ca. 5–10 % der Kaltmiete), Instandhaltungsrücklage (ca. 1–2 €/m²/Monat) und Leerstand. Nicht einberechnet: Steuern, Finanzierungskosten und Versicherungen — diese kommen bei der Cashflow-Berechnung dazu.
Was bedeutet der Kaufpreisfaktor im Zusammenhang mit der Mietrendite?
Kaufpreisfaktor und Bruttomietrendite sind zwei Seiten einer Medaille: KPF = 100 ÷ Bruttomietrendite. Bei 4 % Rendite = Faktor 25, bei 5 % = Faktor 20. Je höher der Faktor, desto niedriger die Rendite. Details: Kaufpreisfaktor-Rechner.
In welchen Städten gibt es die höchste Mietrendite?
Klein- und Mittelstädte in Ostdeutschland, dem Ruhrgebiet und strukturschwachen Regionen bieten oft hohe Bruttorenditen (6–9 %). A-Städte (München, Hamburg, Frankfurt) liegen oft unter 3 %. Höhere Rendite geht meist mit höherem Leerstandsrisiko einher.
Wie hoch ist die Rendite bei 500.000 € Kaufpreis?
Bei 500.000 € Kaufpreis hängt die Rendite von der erzielbaren Miete ab: Bei 1.500 € Kaltmiete = 3,6 % Bruttomietrendite (Faktor 27,8), bei 2.000 € = 4,8 % (Faktor 20,8), bei 2.500 € = 6,0 % (Faktor 16,7). Für soliden Cashflow bei diesem Kaufpreis empfehlen sich mindestens 1.800–2.000 € Kaltmiete.
Sind 8 % Rendite auf Mietobjekte gut?
8 % Bruttomietrendite sind sehr hoch — aber nicht ohne Risiko. Solche Objekte liegen meist in strukturschwachen Lagen mit erhöhtem Leerstand, Mietausfallrisiko oder hohem Sanierungsbedarf. Netto bleiben nach Kosten oft 5–6 %. Für erfahrene Investoren mit lokalem Marktwissen attraktiv, für Einsteiger mit großer Vorsicht zu bewerten.