Die Mietrendite ist die wichtigste Kennzahl, wenn du eine Immobilie als Kapitalanlage kaufen möchtest. Sie zeigt dir, wie viel Prozent deines eingesetzten Kapitals du jährlich durch Mieteinnahmen zurückbekommst. In dieser Anleitung zeige ich dir genau, wie die Berechnung funktioniert – mit echten Zahlen.

Was ist die Mietrendite?

Die Mietrendite (auch Mietrendite oder Rendite der Vermietung genannt) gibt an, wie rentabel eine Immobilie als Kapitalanlage ist. Sie wird in Prozent angegeben und bezieht sich auf das eingesetzte Kapital im Verhältnis zu den jährlichen Mieteinnahmen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Bruttomietrendite und Nettomietrendite. Die Bruttomietrendite ist schnell berechnet, die Nettomietrendite zeigt dir das reale Bild.

Bruttomietrendite berechnen

Die Formel ist simpel:

Praxis-Tipp: Rechne immer mit der Nettomietrendite, nicht mit der Bruttomietrendite. Erfahrene Investoren kalkulieren mindestens 2 €/m² Instandhaltung pro Monat und 5–10 % Mietausfall-Reserve ein. Wer das vergisst, rechnet sich die Investition schön.

Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100

Beispiel: Du kaufst eine Wohnung für 300.000 € und vermietest sie für 1.000 € Kaltmiete pro Monat.

  • Jahreskaltmiete: 1.000 € × 12 = 12.000 €
  • Bruttomietrendite: (12.000 / 300.000) × 100 = 4,0 %

Das klingt erstmal gut – aber diese Zahl berücksichtigt noch keine Kosten. Deshalb ist die Nettomietrendite entscheidend.

Nettomietrendite berechnen

Die Nettomietrendite zieht alle laufenden Kosten ab:

Nettomietrendite = ((Jahreskaltmiete – Jahrliche Kosten) / Gesamtinvestition) × 100

Zu den jährlichen Kosten gehören:

  • Hausverwaltung: ca. 25–35 € pro Monat
  • Instandhaltungsrücklage: ca. 1–1,5 € pro m² und Monat
  • Nicht umlegbare Betriebskosten
  • Leerstandsrisiko (ca. 4–8 % der Jahresmiete einkalkulieren)

Zur Gesamtinvestition zählen Kaufpreis plus alle Kaufnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, ggf. Makler).

Beispielrechnung komplett

Gleiche Wohnung, diesmal vollständig:

  • Kaufpreis: 300.000 €
  • Kaufnebenkosten (8 %): 24.000 €
  • Gesamtinvestition: 324.000 €
  • Jahres-Kaltmiete: 12.000 €
  • Verwaltung (30 € × 12): 360 €
  • Instandhaltung (1,20 € × 60 m² × 12): 864 €
  • Netto-Jahreseinnahme: 12.000 – 360 – 864 = 10.776 €
  • Nettomietrendite: (10.776 / 324.000) × 100 = 3,33 %

Du siehst: Die Nettomietrendite liegt deutlich unter der Bruttomietrendite. Das ist der Realitätscheck.

Was ist eine gute Mietrendite?

Als Faustregel gilt:

  • Unter 3 %: Kritisch – kaum lohnenswert als reine Kapitalanlage
  • 3–4 %: Akzeptabel in teuren Städten (München, Frankfurt)
  • 4–5 %: Gut – solide Anlage
  • Über 5 %: Sehr gut – in dieser Region aktiv suchen

In München oder Berlin liegen Renditen oft nur bei 2–3 %. Renditestarke Lagen findest du eher in Leipzig, Dresden oder mittelgroßen Städten in Sachsen oder Thüringen.

Kaufpreisfaktor als Schnellcheck

Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger genannt) ist das Gegenstück zur Mietrendite. Er zeigt, wie viele Jahresmieten du für die Immobilie zahlst.

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahreskaltmiete

Im Beispiel: 300.000 / 12.000 = 25x. Das entspricht einer Bruttomietrendite von 4 %.

Checkliste: Mietrendite richtig berechnen

  • Kaufpreis inkl. aller Nebenkosten als Basis nehmen
  • Kaltmiete (nicht Warmmiete) verwenden
  • Instandhaltungsrücklage einkalkulieren
  • Verwaltungskosten berücksichtigen
  • Leerstandsrisiko (mind. 1 Monat/Jahr) einplanen
  • Brutto- und Nettomietrendite immer vergleichen

Nutze unseren kostenlosen Mietrendite-Rechner, um deine Immobilie in Sekunden zu bewerten.

Mietrendite berechnen in 3 Schritten

Die Mietrendite zu berechnen ist einfacher als du denkst — wenn du die richtige Methode kennst. Hier lernst du, wie Profis vorgehen: von der schnellen Bruttorendite bis zur vollständigen Nettomietrendite.

Schritt 1: Bruttomietrendite (Schnellcheck)

Formel: Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100

Beispiel: Kaufpreis 250.000 €, Kaltmiete 900 €/Monat

  • Jahreskaltmiete: 900 × 12 = 10.800 €
  • Bruttomietrendite: 10.800 ÷ 250.000 × 100 = 4,32 %

Alles unter 3,5 % Brutto → sofort aussortieren. Über 5 % Brutto → weitermachen.

Schritt 2: Nettomietrendite (Mit Kosten)

PositionBetrag
Kaufpreis250.000 €
Kaufnebenkosten (9 %)22.500 €
Gesamtinvestition272.500 €
Jahreskaltmiete10.800 €
– Hausgeld Eigenanteil (100 €/Mon.)-1.200 €
– Instandhaltung (1 % p.a.)-2.500 €
– Verwaltung (40 €/Mon.)-480 €
Netto-Jahresmiete6.620 €
Nettomietrendite2,43 %

Schritt 3: Eigenkapitalrendite (Mit Hebel)

PositionBetrag
Eigenkapital (30 % = 75.000 €)75.000 €
Kredit (200.000 €, Zins 3,5 %)200.000 €
Jahresmiete netto6.620 €
– Jahreszinsen-7.000 €
Cashflow vor Steuern-380 €
+ Tilgung (Vermögensaufbau)+4.000 €
Realer Vermögenszuwachs p.a.+3.620 €
Eigenkapitalrendite4,83 %

Alle Kennzahlen auf einen Blick

KennzahlFormelGut wenn
BruttomietrenditeJahresmiete / Kaufpreis> 4,5 %
NettomietrenditeNetto-Jahresmiete / Gesamtinvestition> 3,0 %
KaufpreisfaktorKaufpreis / Jahresmiete< 25
CashflowMiete − alle Ausgaben − Kredit≥ 0 €/Monat
EigenkapitalrenditeGewinn p.a. / EK> 5 %

Häufige Fehler bei der Mietrendite-Berechnung

  • Kaufnebenkosten vergessen: Bis zu 12 % drücken die Rendite erheblich
  • Nur Bruttorendite berechnen: Die Nettomiete nach Kosten ist entscheidend
  • Leerstand ignorieren: 2–4 Wochen pro Jahr Leerstand einkalkulieren
  • Instandhaltung unterschätzen: Besonders bei Altbauten (Baujahr vor 1970)
  • Warm- statt Kaltmiete nehmen: Nebenkosten gehören dem Mieter, nicht dir

Checkliste: Lohnt sich die Immobilie?

  • Bruttomietrendite über 4 %?
  • Nettomietrendite über 2,5 %?
  • Kaufpreisfaktor unter 28?
  • Lage: stabile oder wachsende Bevölkerung?
  • Zustand: keine versteckten Mängel?
  • Mieter: Bonität geprüft, Mietvertrag marktkonform?
  • Finanzierung: Zinsbindung mindestens 10 Jahre?

FAQ: Mietrendite berechnen

Wie viel Mietrendite ist realistisch in Deutschland?

In deutschen Großstädten (A-Städte) sind Nettomietrenditen von 2–3 % realistisch. In B-Städten (Leipzig, Dresden, Hannover) sind 3–4 % erreichbar. In C-Städten (Ruhrgebiet, Chemnitz) sind 4–6 % möglich — mit entsprechend höherem Lagerisiko.

Was ist der Unterschied zwischen Mietrendite und Eigenkapitalrendite?

Die Mietrendite bezieht sich auf den Kaufpreis ohne Finanzierung. Die Eigenkapitalrendite bezieht sich nur auf das eingesetzte Eigenkapital — und wird durch Fremdkapital (Leverage-Effekt) gehebelt. Bei 20 % EK kann aus 3 % Objektrendite eine 8–12 % Eigenkapitalrendite werden.

Mietrendite online berechnen | Cashflow Rechner | Nettomietrendite Ratgeber

Weiterführend: Was ist eine gute Mietrendite?

Weiterführend: Kaufpreisfaktor 20, 25, 30 — was bedeutet das?

Mietrendite berechnen in 3 Schritten

Die Mietrendite zu berechnen ist einfacher als du denkst — wenn du die richtige Methode kennst. Hier lernst du, wie Profis vorgehen: von der schnellen Bruttorendite bis zur vollständigen Nettomietrendite.

Schritt 1: Bruttomietrendite (Schnellcheck)

Formel: Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100

Beispiel: Kaufpreis 250.000 €, Kaltmiete 900 €/Monat

  • Jahreskaltmiete: 900 × 12 = 10.800 €
  • Bruttomietrendite: 10.800 ÷ 250.000 × 100 = 4,32 %

Alles unter 3,5 % Brutto → sofort aussortieren. Über 5 % Brutto → weitermachen.

Schritt 2: Nettomietrendite (Mit Kosten)

PositionBetrag
Kaufpreis250.000 €
Kaufnebenkosten (9 %)22.500 €
Gesamtinvestition272.500 €
Jahreskaltmiete10.800 €
– Hausgeld Eigenanteil (100 €/Mon.)-1.200 €
– Instandhaltung (1 % p.a.)-2.500 €
– Verwaltung (40 €/Mon.)-480 €
Netto-Jahresmiete6.620 €
Nettomietrendite2,43 %

Schritt 3: Eigenkapitalrendite (Mit Hebel)

PositionBetrag
Eigenkapital (30 % = 75.000 €)75.000 €
Kredit (200.000 €, Zins 3,5 %)200.000 €
Jahresmiete netto6.620 €
– Jahreszinsen-7.000 €
Cashflow vor Steuern-380 €
+ Tilgung (Vermögensaufbau)+4.000 €
Realer Vermögenszuwachs p.a.+3.620 €
Eigenkapitalrendite4,83 %

Alle Kennzahlen auf einen Blick

KennzahlFormelGut wenn
BruttomietrenditeJahresmiete / Kaufpreis> 4,5 %
NettomietrenditeNetto-Jahresmiete / Gesamtinvestition> 3,0 %
KaufpreisfaktorKaufpreis / Jahresmiete< 25
CashflowMiete − alle Ausgaben − Kredit≥ 0 €/Monat
EigenkapitalrenditeGewinn p.a. / EK> 5 %

Häufige Fehler bei der Mietrendite-Berechnung

  • Kaufnebenkosten vergessen: Bis zu 12 % drücken die Rendite erheblich
  • Nur Bruttorendite berechnen: Die Nettomiete nach Kosten ist entscheidend
  • Leerstand ignorieren: 2–4 Wochen pro Jahr Leerstand einkalkulieren
  • Instandhaltung unterschätzen: Besonders bei Altbauten (Baujahr vor 1970)
  • Warm- statt Kaltmiete nehmen: Nebenkosten gehören dem Mieter, nicht dir

Checkliste: Lohnt sich die Immobilie?

  • Bruttomietrendite über 4 %?
  • Nettomietrendite über 2,5 %?
  • Kaufpreisfaktor unter 28?
  • Lage: stabile oder wachsende Bevölkerung?
  • Zustand: keine versteckten Mängel?
  • Mieter: Bonität geprüft, Mietvertrag marktkonform?
  • Finanzierung: Zinsbindung mindestens 10 Jahre?

FAQ: Mietrendite berechnen

Wie viel Mietrendite ist realistisch in Deutschland?

In deutschen Großstädten (A-Städte) sind Nettomietrenditen von 2–3 % realistisch. In B-Städten (Leipzig, Dresden, Hannover) sind 3–4 % erreichbar. In C-Städten (Ruhrgebiet, Chemnitz) sind 4–6 % möglich — mit entsprechend höherem Lagerisiko.

Was ist der Unterschied zwischen Mietrendite und Eigenkapitalrendite?

Die Mietrendite bezieht sich auf den Kaufpreis ohne Finanzierung. Die Eigenkapitalrendite bezieht sich nur auf das eingesetzte Eigenkapital — und wird durch Fremdkapital (Leverage-Effekt) gehebelt. Bei 20 % EK kann aus 3 % Objektrendite eine 8–12 % Eigenkapitalrendite werden.

Mietrendite online berechnen | Cashflow Rechner | Nettomietrendite Ratgeber