Airbnb kann die Rendite einer Wohnung deutlich steigern – aber nur wenn die Zahlen stimmen. Wie du die Airbnb-Rendite richtig berechnest und mit Dauervermietung vergleichst, zeige ich dir hier.

Die Grundformel für Airbnb-Rendite

Jahreseinnahmen = Durchschnittspreis/Nacht × Nächte × Auslastungsrate (Airbnb in Deutschland: Gesetze, Genehmigungen und )

Beispiel: 80 €/Nacht, 365 Nächte, 65 % Auslastung:

  • Jahreseinnahmen: 80 × 365 × 0,65 = 18.980 €
  • Minus Kosten (Reinigung, Plattform-Gebühr, Verbrauch, Einrichtung): ca. 5.000 €
  • Netto: 13.980 €

Verglichen mit Dauervermietung (z. B. 900 €/Monat = 10.800 €/Jahr) ist das 29 % mehr – aber mit deutlich mehr Aufwand.

Was die Auslastungsrate wirklich bedeutet

Die Auslastungsrate ist der kritischste Faktor. In touristischen Städten:

Praxis-Tipp: Rechne immer mit der Nettomietrendite, nicht mit der Bruttomietrendite. Erfahrene Investoren kalkulieren mindestens 2 €/m² Instandhaltung pro Monat und 5–10 % Mietausfall-Reserve ein. Wer das vergisst, rechnet sich die Investition schön.
  • Berlin: 65–75 % in guter Lage
  • München: 70–80 % (besonders Oktoberfestzeit)
  • Hamburg: 60–70 %
  • Kleinere Städte: 40–55 % – deutlich weniger

Plane nie mit 100 % – selbst Top-Hosts erreichen selten über 80 %.

Alle Kosten einkalkulieren

  • Airbnb-Gebühr: 3 % vom Umsatz (Gastgeber-Seite)
  • Reinigungskosten: 50–100 € pro Buchung
  • Wäsche, Verbrauchsmaterial
  • Strom, Wasser, Internet: höher als bei Dauervermietung
  • Einrichtung und Erstausstattung (einmalig)
  • Selbstverwaltung oder Property Manager (10–20 % der Einnahmen)

Wann lohnt sich Airbnb mehr als Dauervermietung?

Airbnb lohnt sich mehr wenn:

  • Stadtlage mit hoher Touristennachfrage
  • Auslastung realistisch über 60 % erreichbar
  • Selbstverwaltung möglich oder günstiger Manager
  • Keine WEG-Beschränkungen
  • Genehmigung vorhanden (wichtig: in vielen Städten vorgeschrieben)

Berechne deine Airbnb-Rendite mit unserem Airbnb-Rendite-Rechner und vergleiche direkt mit der Dauervermietung.

Airbnb vs. Dauervermietung: Rendite im Vergleich

ModellBruttomietrenditeAufwandRisiko
Dauervermietung3–5 % (stabil)NiedrigGering
Airbnb Toplage6–12 % (variabel)Sehr hochMittel
Airbnb Randlage3–5 % (variabel)Sehr hochHoch
Mischstrategie4–7 %HochMittel

Airbnb-Rechenbeispiel: Berlin-Mitte

Wohnung: 60 m², Kaufpreis: 450.000 €

Airbnb-Nacht: 110 € | Auslastung: 75 % = 274 Nächte/Jahr

Jahreseinnahmen: 110 × 274 = 30.140 €

Bruttomietrendite: 30.140 ÷ 450.000 = 6,7 %

Nach Gebühren & Kosten: Netto ca. 4,5 %

Was du für Airbnb-Erfolg brauchst

  • Top-Lage: Tourismusattraktionen, gute ÖPNV-Anbindung
  • Hochwertige Ausstattung: Gäste zahlen mehr für Design und Komfort
  • Professionelles Management: Selbst oder Property Manager (15–25 %)
  • Legale Grundlage: Genehmigung/Anzeige je nach Stadt prüfen
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Häufige Fragen

Ist Airbnb in Deutschland legal?

In vielen Großstädten gibt es Zweckentfremdungsgesetze. Hauptwohnung kann oft temporär vermietet werden, Anlagewohnungen brauchen häufig Genehmigung.

Wie hoch ist die übliche Auslastung?

Im deutschen Durchschnitt 55–70 %. In Toplagen bis 80 %. In schwachen Lagen deutlich weniger.

Was ist die bessere Strategie: Airbnb oder Dauervermietung?

Für passive Investoren: Dauervermietung. Für aktiv Verwaltende in Tourismuslagen: Airbnb kann deutlich mehr Rendite bringen.

Airbnb-Rendite berechnen: Schritt für Schritt

Die Airbnb-Rendite unterscheidet sich grundlegend von der Mietrendite bei Dauervermietung. Höhere Einnahmen stehen höheren Kosten gegenüber — ob sich das rechnet, hängt von Lage und Auslastung ab.

Schritt 1: Einnahmen realistisch schätzen

Der entscheidende Unterschied zu Dauervermietung: Einnahmen schwanken stark und sind nicht garantiert.

SchrittWieBeispiel (60 m², München)
Durchschnittspreis/NachtAirDNA oder Comparable-Analyse95 €/Nacht
Auslastung schätzenAirDNA-Daten oder Stadtdurchschnitt68 % (= 248 Nächte)
Brutto-JahreseinnahmenPreis × Nächte95 × 248 = 23.560 €

Schritt 2: Alle Kosten einplanen

KostenpositionBetrag/Jahr
Airbnb-Provision (3 %)707 €
Reinigung (45 € × 100 Aufenthalte)4.500 €
Wäsche, Verbrauchsmaterial800 €
Ausstattungsersatz, Reparaturen1.200 €
Versicherung (erhöhte Abdeckung)400 €
Stadtsteuer/Kurtaxe (einige Städte)300 €
Gesamtkosten Betrieb7.907 €/Jahr
Netto-Einnahmen15.653 €/Jahr

Schritt 3: Rendite berechnen und vergleichen

Kaufpreis 380.000 €:

  • Airbnb-Nettomietrendite: 15.653 / 380.000 = 4,1 %
  • Vergleich Dauervermietung (1.200 €/Monat, 5 % Kosten): 13.680 / 380.000 = 3,6 %
  • Airbnb-Vorteil: +0,5 % Nettomietrendite, aber viel mehr Aufwand

Schritt 4: Risiken einrechnen

  • Gesetzliche Änderungen: Zweckentfremdungsverbot kann Airbnb-Betrieb stoppen
  • Plattformrisiko: Airbnb-Regeländerungen (bereits mehrfach passiert)
  • Saisonalität: 3-4 Monate mit 90 % Auslastung + 3-4 Monate mit 30 % Auslastung
  • WEG-Beschlüsse: WEG kann Kurzzeitvermietung untersagen

Tools für Airbnb-Renditeanalyse

  • AirDNA: Datenanalyse für Airbnb-Objekte (kostenpflichtig, aber genau)
  • AllTheRooms: Alternative zu AirDNA
  • Airbnb-eigene Tools: "Smart Pricing" zeigt Marktpreise an
  • Google Trends: Saisonalität in deiner Zielregion verstehen

FAQ: Airbnb Rendite

Für Kurzzeitvermietung: Mit dem Airbnb-Rendite-Rechner berechnest du, ob sich Ferienvermietung gegenüber klassischer Langzeitmiete lohnt.

Wie viel mehr Einnahmen bringt Airbnb vs. Dauervermietung?

In guten Tourismuslagen 20-80 % mehr Bruttoeinnahmen — nach Abzug von Plattformprovision, Reinigung, Ausstattung und höherem Aufwand sind es netto oft nur 10-30 % mehr als Dauervermietung. In schlechten Airbnb-Lagen kann Dauervermietung rentabler sein.

Welche Auslastung brauche ich für Break-Even?

Abhängig von deiner Dauermietrendite als Vergleich. Grobe Faustregel: Bei 70 % Auslastung und 1,5× Tagessatz vs. Tagesmiete-Äquivalent ist Airbnb besser. Nutze AirDNA für genaue Marktdaten deiner Zielregion.

Ist Airbnb in deutschen Städten noch erlaubt?

In vielen Großstädten nur mit Genehmigung oder stark eingeschränkt: Berlin (Zweckentfremdungsverbot), München, Hamburg, Frankfurt haben Genehmigungspflichten. Kleinere Städte und ländliche Regionen haben meist keine Einschränkungen. Immer vorab prüfen!