Der Kaufpreisfaktor in Berlin (auch Vervielfältiger genannt) liegt aktuell bei etwa dem 22-28-fachen der Jahreskaltmiete. Das entspricht einer Bruttomietrendite von 3,8-4,5 %. Berlin gilt als dynamischster Immobilienmarkt Deutschlands. Wer hier kauft, kalkuliert mit dem Kaufpreisfaktor als schnellem Marktindikator — der Rechner unten zeigt den Wert sofort.

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Kaufpreisfaktor Berlin: Aktuelle Richtwerte

LageKaufpreis/m²Kaltmiete/m²KPF (Brutto)Rendite (Brutto)
Toplageab 7800 €20 €31–36×unter 3,8 %
Gute Lage6.500 €17 €28×3,8 %
Mittlere LageØ 4.800-6.500 €Ø 15-17 €/m²22–28×3,8–4,5 %
Einfache Lageunter 4.800 €15 €/m²unter 22×über 4,5 %

Quelle: Marktdaten 2024/2025. Kaufpreis bezieht sich auf Eigentumswohnungen (ETW), ohne Kaufnebenkosten.

Was sagt der Kaufpreisfaktor über den Markt Berlin?

Der Kaufpreisfaktor ist der Kehrwert der Mietrendite: KPF = Kaufpreis ÷ Jahresnettokaltmiete. Ein Kaufpreisfaktor von 22 entspricht damit einer Rendite von 4.5 % — 28 entspricht 3.6 %. Für Berlin gilt als Marktrichtwert:

  • KPF unter 22: Günstig — prüfe Lage, Substanz und Mietentwicklung genau
  • KPF 22–28: Marktüblich für Berlin — solide Renditeerwartung
  • KPF über 28: Teuer — nur mit starker Wertsteigerungsthese vertretbar

Kaufpreisfaktor vs. Nettomietrendite: Rechenbeispiel Berlin

Beispiel: 3-Zimmer-Wohnung, 75 m², gute Lage in Berlin

  • Kaufpreis: 6.500 €/m² × 75 m² = 487,500 €
  • Kaltmiete: 17 €/m² × 75 m² = 1275 €/Monat
  • Jahreskaltmiete: 15,300 €
  • Kaufpreisfaktor: 31×
  • Bruttomietrendite: 3.1 %
  • Nettomietrendite (ca. −25 % Kosten): ca. 2.4 %

Für eine vollständige Kalkulation inkl. Kaufnebenkosten, Hausgeld und Finanzierungsrate: Mietrendite-Rechner nutzen.

Kaufpreisfaktor Berlin: Stadtteile im Vergleich

Der Kaufpreisfaktor variiert innerhalb von Berlin stark je nach Stadtteil. Zentrale und gut erschlossene Lagen haben deutlich höhere Kaufpreisfaktoren als Randgebiete. Als Investor gilt: Kaufpreisfaktor allein entscheidet nicht — Leerstandsrisiko, Mieterstruktur und Infrastruktur sind genauso wichtig. Weitere Stadtanalyse: Immobilien-Rendite Berlin.

FAQ: Kaufpreisfaktor Berlin

Wie berechnet man den Kaufpreisfaktor?

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis (netto, ohne Nebenkosten) ÷ Jahreskaltmiete. Beispiel: 300.000 € Kaufpreis, 1.000 € Monatsmiete = 12.000 € Jahreskaltmiete → KPF = 25. Unser Kaufpreisfaktor-Rechner berechnet alles automatisch.

Was ist ein guter Kaufpreisfaktor in Berlin?

In Berlin gilt ein KPF von 22–25 als rendite-stark, 22–28 als marktüblich. Werte über 28 sind für reine Renditeinvestoren kritisch zu sehen — hier kauft man primär auf Wertsteigerung.

Unterschied Kaufpreisfaktor und Mietrendite?

Beide Kennzahlen sind inverse Darstellungen desselben Sachverhalts: Rendite (%) = 100 ÷ KPF, KPF = 100 ÷ Rendite (%). KPF 20 = 5 % Rendite, KPF 25 = 4 % Rendite, KPF 30 = 3,3 % Rendite. Der KPF ist in der Praxis gebräuchlicher, weil er als Multiplikator intuitiv zeigt, wie viele Jahresmieten der Preis entspricht.